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Knüller Jonas wird erwachsen

Foto: Kulturbahnhof Hiltrup (Frank Schäfer)

Foto: Kulturbahnhof Hiltrup (Frank Schäfer)

Stars wollen sie nicht sein, bekannt sind sie trotzdem: Die Elterngruppe „Unser Kind mit Down-Syndrom“ hatte Ende September das Glück, zwei bekannte Autoren begrüßen zu können. Doro und Jonas Zachmann lasen im Kulturbahnhof Hiltrup aus ihrem jüngsten Werk „Bin kein Star, bin ich“ vor. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher über ihren Sohn, der 1992 mit dem Down-Syndrom zur Welt kam, geschrieben. Das aktuelle Buch ist  nun das zweite, in dem Jonas selber auch aktiv mitgeschrieben hat.

Und so gaben Jonas und seine Mutter den 40 Zuhörern einen guten Einblick in das Werk, welches inhaltlich den Auszug von Jonas aus dem Elternhaus behandelt. Sie erfuhren, dass Jonas auf die harte Tour herausfand, dass man Fast Food nicht aufheben darf (die „Döner-Geschichte“), wie er durch Zufall von einem Arbeitskollegen von einer Bus-Odyssee gerettet wurde und mit welchem Geschick und Freude er seiner Arbeit als Tischler nachgeht.

Der junge Autor und „seine Sekretärin“, wie er seine Mutter nannte, wechselten sich dabei beim Lesen ab. Zur Erheiterung des Publikums wies Jonas auch immer wieder auf Wörter hin, die seine Mutter beim Vorlesen vergaß. Bildergalerien, einige lyrische Kurztexte aus dem ersten Buch von Doro Zachmann und ein Tanz von Jonas rundeten den gelungenen Abend ab. Vielen Dank an dieser Stelle an den Kulturbahnhof Hiltrup für die Organisation des Abends!

Münsteraner Delegation trifft Außerirdische

Sie sind die zweite Mission auf der Erde, die „Second Mission“: Sieben Außerirdische mit Down-Syndrom stehen im Mittelpunkt der Ausstellung Touchdown, die noch bis Mitte März in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen ist. Eine Delegation der Münsteraner Elterngruppe „Unser Kind mit Down-Syndrom“ war jetzt zu Besuch in Bonn, um diese speziellen Wesen kennen zu lernen.

Die vier Familien waren von der Begegnung durchaus angetan: Die Ausstellung ist interessant und behandelt verschiedene Aspekte des Syndroms. Dazu gehören die heutige Situation von Menschen mit Down-Syndrom, die Arbeit von John Langdon Down, die Euthanasie-Morde der Nationalsozialisten und aktuelle genetische Erkenntnisse. Zahlreiche Kunstwerke, die Menschen mit Down-Syndrom geschaffen haben, sind über die Ausstellungsräume verteilt.

Einziger Wermutstropfen: Die Ausstellung ist nicht besonders groß, in einer bis anderthalb Stunden hat man eigentlich alles gesehen. Der Eintritt ist dafür aber sehr günstig. Ein sehenswerter und auch recht preiswerter Ausstellungskatalog runden das Angebot ab. Vielen Dank an die Macher der Ausstellung!

Die KitaKids wollen hoch hinaus

Unsere Elterngruppe hat ihr Angebot in diesem Jahr noch einmal ausgeweitet: Die „KitaKids“ sind als neue Gruppe hinzugekommen. Während sich die Krabbelgruppe an die Kleinsten und die Spielgruppe an ältere Kinder richtet, sind die KitaKids für diejenigen gedacht, die gerade in die Kindertagesstätte gehen. Die Eltern und ihre Kinder treffen sich einmal wöchentlich in der Turnhalle eines Münsteraner Kindergartens. Dabei ging es schon beim ersten Mal hoch her: Eine schräg stehende Weichbodenmatte wurde kurzerhand von den Kids erklommen – sehr zum Erstaunen ihrer Eltern.