Archiv des Autors: Matthias Tonhäuser

Familienfreizeit im Burhave

Für sieben angemeldete Familien ging es Ende September wieder zur Familienfreizeit ins AWO-SANO-Haus in Burhave an der Nordsee. Schwimmen im hauseigenen Schwimmbad, Spaziergänge am Watt entlang bis zum nahegelegenen Spielplatz, ein Ausflug ins Hafenörtchen Fedderwadersiel inklusive Fischbrötchen und viele spannende Gespräche des Austausches standen auf dem Plan. Schön war es, dass besonders viele „junge“ Familien mitfuhren, der Nachwuchs ist gesichert 😉

Knüller Jonas wird erwachsen

Foto: Kulturbahnhof Hiltrup (Frank Schäfer)

Foto: Kulturbahnhof Hiltrup (Frank Schäfer)

Stars wollen sie nicht sein, bekannt sind sie trotzdem: Die Elterngruppe „Unser Kind mit Down-Syndrom“ hatte Ende September das Glück, zwei bekannte Autoren begrüßen zu können. Doro und Jonas Zachmann lasen im Kulturbahnhof Hiltrup aus ihrem jüngsten Werk „Bin kein Star, bin ich“ vor. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher über ihren Sohn, der 1992 mit dem Down-Syndrom zur Welt kam, geschrieben. Das aktuelle Buch ist  nun das zweite, in dem Jonas selber auch aktiv mitgeschrieben hat.

Und so gaben Jonas und seine Mutter den 40 Zuhörern einen guten Einblick in das Werk, welches inhaltlich den Auszug von Jonas aus dem Elternhaus behandelt. Sie erfuhren, dass Jonas auf die harte Tour herausfand, dass man Fast Food nicht aufheben darf (die „Döner-Geschichte“), wie er durch Zufall von einem Arbeitskollegen von einer Bus-Odyssee gerettet wurde und mit welchem Geschick und Freude er seiner Arbeit als Tischler nachgeht.

Der junge Autor und „seine Sekretärin“, wie er seine Mutter nannte, wechselten sich dabei beim Lesen ab. Zur Erheiterung des Publikums wies Jonas auch immer wieder auf Wörter hin, die seine Mutter beim Vorlesen vergaß. Bildergalerien, einige lyrische Kurztexte aus dem ersten Buch von Doro Zachmann und ein Tanz von Jonas rundeten den gelungenen Abend ab. Vielen Dank an dieser Stelle an den Kulturbahnhof Hiltrup für die Organisation des Abends!

Tierisch viel Spaß auf dem Frankenhof

Große Tiere bestaunen, auf einer Teppich-Rutsche hinabsausen und gemütlich grillen: Vier Familien der Elterngruppe „Unser Kind mit Down-Syndrom“ hatten im Juni viel Spaß auf dem Frankenhof. Der Frankenhof ist ein Tier- und Freizeitpark in Reken (zwischen Dülmen und Borken).

 

Zauberhafter Kulturaustausch

Die Elterngruppe „Unser Kind mit Down-Syndrom“ konnte in diesem Jahr ganz besondere Gäste bei ihrem Sommerfest begrüßen: Zum einen waren Menschen mit Down-Syndrom und ihre Angehörigen aus der polnischen (Lublin) und der russischen (Rjasan) Partnerstadt Münsters zu Besuch. Zum anderen den Artisten DavidCi. Der Künstler beeindruckte Jung und Alt mit seinem Diabolo-Spiel, Kunststücken auf einem Einrad und mit dem Jonglieren von Fackeln. Besonders schön: Die Kinder wurden in die Show eingebunden und durften sich im Anschluss auch selber an den Geräten ausprobieren (die Fackeln blieben hier aber ausgenommen. ;)). Bewährt und beliebt: Die Tretautos (bei denen es zwei Neufahrzeuge gab), die Hüpfburg (die besonders einem ausländischen Gast sehr gefiel) und die Bratwürstchen (für die sich immer genügend Grillchefs fanden).

 

Münsteraner Delegation trifft Außerirdische

Sie sind die zweite Mission auf der Erde, die „Second Mission“: Sieben Außerirdische mit Down-Syndrom stehen im Mittelpunkt der Ausstellung Touchdown, die noch bis Mitte März in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen ist. Eine Delegation der Münsteraner Elterngruppe „Unser Kind mit Down-Syndrom“ war jetzt zu Besuch in Bonn, um diese speziellen Wesen kennen zu lernen.

Die vier Familien waren von der Begegnung durchaus angetan: Die Ausstellung ist interessant und behandelt verschiedene Aspekte des Syndroms. Dazu gehören die heutige Situation von Menschen mit Down-Syndrom, die Arbeit von John Langdon Down, die Euthanasie-Morde der Nationalsozialisten und aktuelle genetische Erkenntnisse. Zahlreiche Kunstwerke, die Menschen mit Down-Syndrom geschaffen haben, sind über die Ausstellungsräume verteilt.

Einziger Wermutstropfen: Die Ausstellung ist nicht besonders groß, in einer bis anderthalb Stunden hat man eigentlich alles gesehen. Der Eintritt ist dafür aber sehr günstig. Ein sehenswerter und auch recht preiswerter Ausstellungskatalog runden das Angebot ab. Vielen Dank an die Macher der Ausstellung!

Buffet im Schlossgartencafé

Auch in diesem Jahr war es eine großartige Aktion, an der 16 Familien teilnahmen: 35 Erwachsene und 26 Kinder kamen zum Sonntagsbrunch am 22. Januar 2017 ins Schlossgartencafé und ließen es sich bei der großen Auswahl an Köstlichkeiten gut gehen. Neben dem leckeren Buffet gab es auch viel Zeit zum Klönen und sich austauschen. Die letzten gingen erst als die Tore des Cafés schon fast schlossen 😉 Das schreit nach Wiederholung in 2018!

Die KitaKids wollen hoch hinaus

Unsere Elterngruppe hat ihr Angebot in diesem Jahr noch einmal ausgeweitet: Die „KitaKids“ sind als neue Gruppe hinzugekommen. Während sich die Krabbelgruppe an die Kleinsten und die Spielgruppe an ältere Kinder richtet, sind die KitaKids für diejenigen gedacht, die gerade in die Kindertagesstätte gehen. Die Eltern und ihre Kinder treffen sich einmal wöchentlich in der Turnhalle eines Münsteraner Kindergartens. Dabei ging es schon beim ersten Mal hoch her: Eine schräg stehende Weichbodenmatte wurde kurzerhand von den Kids erklommen – sehr zum Erstaunen ihrer Eltern.

Lecker essen, locker plaudern

Wenn wieder Antons Lieblingsschnitzel und Lord Nelson zur Wahl stehen, ist gestandenen Mitgliedern der Elterngruppe klar: das Weihnachtessen steht vor der Tür! So aßen und plauderten denn auch dieses Jahr 30 Mütter und Väter im Restaurant „Füsting“ in Münster-Havixbeck. Erst nach Mitternacht gingen die letzten Gäste nach Haus. Und so manch einer stellte am nächsten Morgen fest, dass seine Jacke nun plötzlich sehr eng geworden war… 😉

Auf Spurensuche an der Nordsee

Sonne, Strand und Spielplätze: der Familienausflug der Elterngruppe „Unser Kind mit Down-Syndrom“ nach Burhaversiel an der Nordsee hatte einiges zu bieten. Zur größten Attraktion entwickelte sich jedoch eine alte Diesellok mit zwei Waggons: Da unter den sieben mitgereisten Familien zahlreiche eingefleischte Geocacher waren, wurde das Eisenbahn-Denkmal regelrecht überrannt auf der Suche nach einem so genannten „Nano-Cache“, das heißt einer Schatzdose in Fingernagelgröße.

Die Mitglieder der Elterngruppe waren zum ersten Mal in Burhaversiel an der Nordsee und konnten als eine der ersten Gäste nach der Renovierung im „Ferienzentrum am Deich“, einer Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt, übernachten. Einstimmiges Urteil: Schöne Unterkunft, leckeres Essen, gute Spiel- und Spaziermöglichkeiten. Nur eines wurmte die Teilnehmer: den Nano-Cache fanden sie auch nach ausgiebiger Suche nicht. Das macht aber nichts: Nächstes Jahr geht es wieder nach Burhaversiel, da können sie es erneut versuchen.

Kunstwerke aus Kautschuk

Kettcars, Kuchen und Kicker – all das gibt es jedes Jahr beim Sommerfest der Elterngruppe auf dem Sauwohlfühlhof. Dieses Jahr gab es aber eine ganz besondere Attraktion: Der Luftballon-Künstler Frank Boss stellte nahezu unermüdlich kleine Kunstwerke aus Kautschuk her. Die jungen Gäste waren begeistert – und auch manches Elternteil konnte sich vorrübergehend mit einer ganz besonderen Kopfbedeckung schmücken.

Insgesamt genossen über 100 Gäste das gewohnt gute Wetter in Everswinkel. Sollte diese Serie im nächsten Jahr abreißen, so ist nun auch dafür gesorgt: Der Betreiber des Sauwohlfühlhofes ist dabei, einen seiner Ställe zu einer Spielscheune umzubauen. Man darf gespannt auf die nächste Auflage des Sommerfestes sein…